„Die entführte Braut des Highlanders“ von Emilia Doyle

Roarke MacKinnon befindet sich auf dem Weg zum Clan MacCauley, dessen Laird ihm eine Botschaft von besonderer Dringlichkeit sandte. Doch Roarke und seine Männer kommen zu spät. Der Laird sowie seine Begleiter wurden unter mysteriösen Umständen getötet. Beim Versuch herauszufinden, was geschehen ist, stellt er fest, dass offenbar kein MacCauley über die Absichten des Lairds informiert schien. Eine Intrige? Oder wollte jemand ihre Zusammenkunft unter allen Umständen verhindern?

Gleichzeitig gerät auch der Clan MacKinnon vermehrt ins Visier von MacCauleys Feinden. Als Roarke entdeckt, dass Shona, die Tochter des ermordeten Lairds, eigene Pläne verfolgt, sieht er sich gezwungen einzugreifen, und entführt sie. Allerdings wundert ihn das kühne Auftreten der jungen Frau, die ihm nicht mehr aus dem Sinn gehen will. Zudem ahnt er lange nicht, dass sie der Schlüssel zu sämtlichen Vorkommnissen ist und seine Welt auf den Kopf stellen wird.

Emilia Doyle | Kindle | Taschenbuch

Roarke MacKinnon kniete seit geraumer Zeit neben dem toten Laird Dougal MacCauley.
»Was mag hier nur passiert sein?«, hörte er Angus hinter sich brummeln.
Roarke antwortete nicht. Angestrengt suchte er mit den Augen den schmalen Waldsaum ab, der sich in etwa dreihundert Metern Entfernung parallel zum Pfad erstreckte.
»Mir gefällt das nicht«, murrte Angus weiter. »Wir sollten schleunigst verschwinden.«
»Die Körper der armen Schweine sind noch warm. Der Überfall kann nicht lange her sein.« Finlay war neben Angus getreten.
»Aye, höchstens eine Stunde«, entgegnete Angus. »Mein Laird?«
Roarke spürte die kräftige Hand seines Clanmannes auf seiner Schulter.
»Aye, du hast recht, wir sollten verschwinden. Wir befinden uns auf dem Land der MacGraws. Diesem Pack sollten wir in dieser Situation besser nicht in die Quere kommen.«
Mit einem Schnaufen erhob er sich aus der knienden Position. Just in dem Moment glaubte er, eine Bewegung am Waldrand ausgemacht zu haben. »Habt ihr es auch gesehen?«, fragte er alarmiert und kniff die Augen zusammen, um jene Stelle noch akribischer zu fixieren.
Die Hände seiner Begleiter legten sich um den Griff ihrer Schwerter.
»Ich kann nichts entdecken.«
»Ich auch nicht«, erwiderte Finlay nach einer Weile.
»Verdammt!«, fluchte Roarke, wandte sich um und stiefelte den sanften Abhang hinunter, der zum Steilufer führte, vor dem weitere Leichen lagen.
Seine Clanmänner kamen ihm entgegen.
»Einer von ihnen war noch am Leben, aber er konnte uns nichts mehr sagen.«
Roarke gab nur ein Brummen von sich, als habe er nichts anderes erwartet. Sechs tote Männer vom Clan MacCauley, darunter deren Laird, aber keiner von den Angreifern, weder tot noch verwundet. Und wo waren die Pferde der MacCauleys? Das war äußerst seltsam.
Die Männer vom Clan MacKinnon stiegen in ihre Sättel und entfernten sich schnellen Rittes vom Schauplatz des Verbrechens in jene Richtung, aus der sie gekommen waren.
»Wir kehren zu unserem Nachtlager zurück«, rief der Laird ihnen zu und erhielt allgemeine Zustimmung.
Als sie Frazer-Land erreichten, parierten sie ihre Pferde zum Schritt.
»Laird Dougal MacCauley scheint nicht mal versucht zu haben, sein Breitschwert zu ziehen. Der Überfall muss derart überraschend gekommen sein«, sagte Roarke gedankenschwer.
»Aye«, stimmte Angus ihm zu. »Dabei ist MacCauley keineswegs ein Dummkopf. Bei dem geringsten Anzeichen von Gefahr hätte er seine Waffe eingesetzt, aber in diesem Fall muss er völlig arglos gewesen sein. Fragt sich nur, warum? Auch den beiden Kerlen, die in seiner Nähe lagen, blieb offensichtlich nicht mehr die Gelegenheit zur Verteidigung.«
»Das war kein Überfall!«, MacKinnon tobte innerlich. »Das war eine Hinrichtung und ich werde herausbekommen, weshalb.«

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