„Das nasse Kätzchen“ von Kelly Cait

Mitten im strömenden Regen findet die Hexe Miranda eines Abends ein schneeweißes Kätzchen. Sie hebt es auf und nimmt es mit nach drinnen, ohne zu ahnen, womit sie es wirklich zu tun hat. Bald beginnt sie zu ahnen, dass etwas in der Welt der Magie schiefgelaufen ist. Zusammen mit dem Zauberer Nexus bemüht sie sich, herauszufinden, was – und vor allem wer – hinter den geheimnisvollen Ereignissen steckt.

Miranda kommt gefährlichen Gegnern in die Quere und dabei ist sie doch nur eine einfache Alltagshexe. Aber weder sie noch ihre Widersacher haben mit der Entschlossenheit einer kleinen weißen Katze gerechnet.

Erster Band von „Das Ipswich-Ereignis“.

Kelly Cait | Kindle | Taschenbuch

Miranda Valentine hielt sich die Tüte mit zwei Aktenordnern über den Kopf, als sie zur Haustür rannte. Es schüttete seit Minuten wie aus Kübeln und Wasser schwappte bereits von der Straße auf den Bürgersteig.
Die Lampe über der Tür war ein glasiger Schimmer in sehr viel Nass.
Miranda tastete in ihrer Jackentasche nach dem Schlüssel, versuchte dabei weiter, sich mit der Tüte vor dem Regen zu schützen, und ließ den Schlüssel prompt fallen.
Als sie sich leise fluchend danach bückte, sah sie sich plötzlich Auge in Auge mit etwas Kleinem, das sie aus riesengroßen Augen hilfesuchend anstarrte.
Es war eine Katze.
Das Tier triefte so, dass sie die Fellfarbe nicht einmal ansatzweise erkennen konnte.
„Ja, du armes Ding!“, sagte Miranda zu ihr. „Wo gehörst du denn hin?“
Natürlich bekam sie keine Antwort.
Und ebenso natürlich konnte sie das pitschnasse Wesen nicht draußen lassen, auch wenn ihr eigener Kater Mumpitz eine Gastkatze vermutlich nicht so einfach dulden würde.
Sie ließ die Tüte mit den Aktenordnern sinken, die vermutlich ohnehin längst von der Feuchtigkeit ruiniert waren, hob die erschreckend leichte Katze auf, fischte nach dem Schlüssel und schloss auf.
Drinnen roch es nach Karamell und Thymian, Orangenschale und Muskat. Und es war warm und trocken.
„Dann lass mal sehen.“ Miranda trug die Katze in die Küche und hüllte sie in eins der Geschirrhandtücher.
Mumpitz kam, entdeckte sofort die fremde Katze, miaute empört und verschwand ins Wohnzimmer.
„Ich hätte sie nicht draußen lassen können!“, rief ihm Miranda nach, doch würde er so oder so die nächsten Stunden über beleidigt sein.
Die kleine Katze im Handtuch unter den Arm geklemmt, ließ Miranda mit der anderen Hand Teewasser in den Kessel laufen, schaltete das Gas ein und setzte den Kessel auf die Flamme.
„So, was geben wir dir denn?“

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