„Love Rocks: Liebe im Sekundentakt“ von Bianka Mertes

Die siebzehnjährige Samanta träumt seit ihrer Kindheit von einer Gesangskarriere. Doch als Tomboy in der Schule gemobbt und mit ihrem derzeitigen Aussehen, wird das wohl auch immer ein Traum bleiben. Stattdessen entschließt sie sich bei ihrem Onkel Sebastian, der Musikproduzent ist, eine Lehre als Manager zu machen. Nur ahnt sie in diesem Moment noch nicht, dass die Firma an einem seidenen Faden hängt und kurz vor dem Bankrott steht, sollte sich die bereits bestehende Boyband »Love Rocks« nicht in einen großen Erfolg verwandeln. Doch der neu rekrutierte Sänger, der das Ruder noch herumreißen könnte, springt kurzfristig ab. Alles scheint auf einen Konkurs zuzusteuern, wäre da ihr Onkel nicht auf eine ausgeklügelte, wie genauso wahnsinnige Idee gekommen. Von da an ändert sich Samantas Leben drastisch, denn aus Samanta wird plötzlich »Sam«.

Wenn das Leben einer 17-Jährigen von heute auf morgen ganz anders verläuft, als erwartet, und sie plötzlich als Junge in einer reinen Boyband auftreten muss, klopft ihr Herz nicht nur im Takt der Musik, sondern auch aus ganz anderen Gründen.

Bianka Mertes | Kindle | Tolino | Taschenbuch

Ich wusste, wenn ich nur hart genug arbeitete, würde dieser Tag irgendwann kommen. Und jetzt war es endlich soweit. Vor meinen Augen erstreckte sich ein riesiger Raum. Die hinteren Plätze waren so weit entfernt, dass ich sie nicht einmal mehr mit meinen bloßen Augen erkennen konnte. Kreischende Teenager hielten selbst kreierte Schilder mit meinem Namen und Herzchen hoch. Die Halle war vollbesetzt und ich konnte meinen wild rasenden Herzschlag trotz allem noch hören. Noch nie zuvor war ich so aufgeregt.
Die Angst zu versagen, etwas zu vergessen oder einen falschen Schritt zu tun, verflüchtigte sich jedoch in dem Moment, als die Musik die Halle füllte, die Scheinwerfer sich nur auf mich konzentrierten und alle Anwesenden jubelten. Jeder Takt und jeder Ton auf meinen Gesang ausgerichtet, bekam ich immer mehr das Gefühl, als würden wir eins. Ich gewann den Eindruck zu schweben, als mein Tanz meinen Gesang begleitete. Alles kam mir in diesem Moment so vor, als könnte ich die ganze Welt besiegen. Der letzte Ton erklang und die Menschen im Saal schrien und applaudierten, als gäbe es kein Morgen mehr. Keinen Tag ohne meinen Gesang. Mein Körper bebte vor Glücksgefühlen und einzelne Tränen der Erleichterung verließen meine strahlenden Augen.
»Hast du mich nicht gehört? Du sollst aufstehen, sonst kommst du noch zu spät.«
Die Stimme meiner Mutter drang nur langsam in meinen Traum.

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